Hervorgehoben

a Modern Large Ensemble

 

Als Gratwanderer zwischen Jazz, Klassischer und Populärer Musik ist das HiFi-Orchestra ein wandlungsfähiger, genreübergreifender Hybrid. Jazz-Ensemble und Kammerorchester, zeitgenössisch, improvisierend, sinfonisch. Weit gefasste Neudarstellungen alter Songs, komponierte Weltanschauungen. Fragile Impressionen neben üppigen Klangfarben einer umfangreichen, ungewöhnlichen Besetzung.


The HiFi Orchestra performs the balancing act between Jazz, Classical and Popular Music as a versatile, genre crossing hybrid. Jazz-Ensemble and Chamber Orchestra, contemporary, improvising and symphonic. Wide ranged reappearances of classic songs, world views written in music. Fragile impressions alongside lush soundscapes by this extensive and uniquely orchestrated ensemble.

HiFi in Concert: métro blue

the HiFi Orchestra & Joachim Raffel New Large Ensemble am 26. Oktober im Haus Der Jugend in Osnabrück.


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métro blue ist ein Gemeinschaftskonzert zweier großer Osnabrücker Ensembles: des HiFi Orchestra und des Joachim Raffel New Large Ensemble.

‚Zwei groß besetzte Ensembles erkunden Klanglandschaften zwischen Paris, Stockholm und Osnabrück‘ – der Untertitel des Konzerts ist Programm: Joachim Raffel, Urgestein der Osnabrücker Jazzszene und mehrfacher Preisträger, präsentiert eine Neuauflage seiner Produktion Another Blue. Das titelstiftende Hauptstück verarbeitet Impressionen des urbanen Paris. Das HiFi Orchestra wird Chris Behr’s Suite Suburbia aufführen: eine ebenfalls von urbanen Impressionen geprägte Komposition, die maßgeblich durch die Science-Fiction-Bilderwelten des schwedischen Künstlers Simon Stålenhag inspiriert wurden. Osnabrück wird somit zum ‚Austragungsort‘ kosmopolitischer Weltanschauungen.

Das HiFi Orchestra beeindruckt als genreübergreifender Hybrid aus Large Group und Kammerorchester mit einem ungewöhnlichen Instrumentarium: Kontrabassklarinette, Vibraphon, Harfe, Cello, Englischhorn und Kontrafagott sind Teil des 22-köpfigen Klangkörpers. Das Joachim Raffel New Large Ensemble kontrastiert hier mit klassischer Bigband Besetzung. Zum instrumentalen Teil des Programms kommen Gesangsstücke, die von Jazz-Sängerin Franziska Loos wunderbar interpretiert werden.
Beide Orchester sind besetzt mit jungen und neuen Klassischen- und Jazz-Musikern, den aktuellen und zukünftigen Protagonisten der Osnabrücker und der niedersächsischen Musikszene.


Beginn: 19:00 Uhr

Tickets sind erhältlich im Haus Der Jugend, in unserem Ticketshop oder bei Kartenwerk.

Info über das Joachim Raffel New Large Ensemble.

HiFi Live: Suburbia

das Hifi Orchestra am 14. April in Herford u. a. mit der Uraufführung von Suburbia.
Fotos: Dirk Lenze

HiFi in Concert: Suburbia

Am 14. April 2018 spielt das HiFi Orchestra in Herford. Zentraler Programmpunkt wird die Uraufführung von Chris Behrs Suite Suburbia sein.

Das Konzert findet statt im Gemeindesaal der EFG Herford, Ravensberger Straße 11, 32051 Herford. Beginn ist um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Plakat Herford copy

 

Verschneite Landschaften in diffusem Licht, Straßenlaternen und Beton der Stockholmer Vorstadt Kungsberga. Der schwedische Künstler Simon Stålenhag bildet seine Heimat in trostloser Schönheit ab. Stålenhags hochrealistische Landschaftsmalerei bildet allerdings nur die Bühne für die eigenartigen Protagonisten des Künstlers. Er bevölkert seine Landschaften mit einer Vielzahl eigenartiger Kreaturen: riesige Roboter durchstreifen die ländliche Gegend, menschenähnliche Androiden hausen in der schwedischen Wildnis, und hin und wieder kommt es auf den Landstraßen zu Zwischenfällen mit Dinosauriern. Immer präsent sind Artefakte einer scheinbar hoch entwickelten, aber vergessenen Technologie: Riesige Generatoren und Transformatoren, Kühltürme und Module durchziehen rostend die Landschaft – schweigende Relikte einer scheinbar vergangenen Zukunft.

Simon Stålenhag hat eine ganz eigene, faszinierend verstörende, geheimnisvolle und groteske Science Fiction Welt geschaffen, die Chris Behr als Hauptinspiration für Suburbia diente. Das in vier Teile organisierte Stück befasst sich damit, wie Stålenhags Fiktion klingen könnte. Die Musik versucht, die Atmosphäre einzufangen, die in den Bildern des Künstlers vorherrscht. Morbide Schönheit der zerfallen Apparate, trostloses Vorstadtidyll – und dennoch ein Gefühl von Heimat und Zuhause. Aus dem farbreichen Instrumentenapparat des HiFi Orchestra lässt er mit Kontrafagott, Kontrabassklarinette und vielen weiteren, nicht unbedingt herkömmlichen Orchestrierungen seine eigenen Kreaturen in den skizzierten Klangwelten agieren. Letztlich identifiziert der Komponist in dieser Musik auch seine eigene urbane Herkunft – und will dem Hörer die Möglichkeit geben, vielleicht in dieser Musik ein Stück weit die Atmosphäre der Straße wiederzufinden, in der er selbst aufgewachsen ist.

Weitere Programmteile sind Instrumentalstücke des Orchesters wie die klangmalerische Komposition Siren. In diesem Stück wird Sängerin Franziska Loos zum Teil des Klangkörpers und ihre Stimme mischt sich mit den Orchesterfarben wie der Flöte, der Klarinette und dem Vibraphon.
Darüber hinaus wird Franziska Loos bei der Interpretation mehr und auch weniger bekannter Songs ihr Talent voll zur Geltung bringen. Getragen wird sie von Form- und Farbsprache der stets ungewöhnlichen Arrangements von Chris Behr und deren detailgetreuer und souveräner Umsetzung durch das HiFi Orchestra.